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Häufige Fragen

Immer wieder fragen uns Bürger über die Arbeit in der Feuerwehr. An dieser Stelle möchten wir Ihnen die häufigsten Fragen beantworten.

 

Warum fahren so viele Fahrzeuge zum Einsatzort?

Die Anzahl der eingesetzten Feuerwehrfahrzeuge richtet sich grundsätzlich nach der Alarmmeldung. Um keine wertvolle Zeit für Nachalarmierungen zu vergeuden, geht man immer erstmal vom größten Ausmaß aus. Da sich der Umfang eines Einsatzes oft erst an der Einsatzstelle feststellen lässt, kann es sein, das mehr Einsatzfahrzeuge und -kräfte an der Einsatzstelle sind wie benötigt werden. Solange fahren alle eventuell benötigten Fahrzeuge die Einsatzstelle an, um im Bedarfsfall sofort eingesetzt werden zu können.

 

Warum fährt die Feuerwehr auch nachts mit Martinshorn?

Viele Autofahrer fahren nachts schneller und weniger aufmerksam als am Tag. Damit steigt generell das Unfallrisiko. Schon tagsüber ist das Unfallrisiko einer Einsatzfahrt 8-mal höher als bei einer "normalen" Autofahrt. Die Feuerwehr ist deshalb auch gesetzlich nach der Straßenverkehrsordnung verpflichtet, anderen Verkehrsteilnehmer kenntlich zu machen, dass sie sich auf einer Einsatzfahrt befinden. Nur mit Martinshorn und Blaulicht hat die Feuerwehr Wegerechte. Das Einschalten des Martinshornes kommt Ihnen nachts vielleicht übertrieben oder störend vor, bedenken Sie jedoch stets, dass die Sicherheit der Einsatzkräfte und der anderen Verkehrsteilnehmer immer Vorang hat und die Einsatzkräfte vor kurzem noch selbst geschlafen haben. 

 

Wie verhalte ich mich im Straßenverkehr wenn sich ein Feuerwehrfahrzeug mit Sondersignal nähert?

Die oberste Regel heißt Platz machen! Dies bedeutet aber nicht immer sofortiges Anhalten. Manchmal ist es sinnvoller ein paar Meter zügig weiterzufahren, als in einer Engstelle oder einer Kurve stehen zu bleiben. Auf der Autobahn ist das Bilden einer Rettungsgasse eine große Hilfe für die Rettungskräfte.

 

Warum blockiert die Feuerwehr immer die ganze Straße?

Die Sicherung der Straße ist ein Schutz für die Feuerwehleute vor dem fließenden Verkehr. Sie können sich gefahrloser bewegen, um schnell Gerätschaften aus dem Feuerwehrfahrzeug zu entnehmen. Außerdem brauchen einige Feuerwehrfahrzeuge auch in der Breite mehr Platz um arbeiten zu können, z.B. die Drehleiter. Auf Schnellstraßen und Autobahnen dienen die Einsatzfahrzeuge als "Puffer" für den Fall das ein Verkehrsteilnehmer die Unfallstelle zu spät erkennen sollte. Generell regeln nicht Feuerwehrleute den Verkehr, dies ist Aufgabe der Polizei, sie sichert lediglich ihren Einsatzraum.

 

Warum arbeitet oft nur ein Teil der Feuerwehrleute und nicht alle?

In den Anfangsphasen eines Einsatzes braucht man oft eine große Anzahl an Einsatzkräften, um Gerätschaften in Stellung zu bringen und Schlauchleitungen zu verlegen. In der Endphase, wenn es um Rückbau- und Aufräumarbeiten geht, werden ebenfalls wieder alle Einsatzkräfte benötigt. Außerdem hat jeder Platz auf dem Fahrzeug eine bestimmte Aufgabe und die Einsatzkräfte werden nur entsprechend ihrer "vorgegebenen" Aufgabe eingesetzt. Gibt es für ein Fahrzeug also keinen Auftrag, verbleiben die Einsatzkräfte an der Einsatzstelle in Bereitschaft.

 

Wie erlebt es ein Feuerwehrmann, wenn er ins Feuer geht?

Die Ausrüstung eines Feuerwehrmannes der "ins Feuer geht" wiegt ca. 25 kg. In einem Innenangriff kann er sich oft nur kriechend fortbewegen, weil die Sicht durch Brandrauch extrem eingeschränkt ist, was im Klartext heißt, das man im wahrsten Sinne des Wortes die Hand nicht vor Augen sieht. Deshalb kann sich der Feuerwehrmann seine Umgebung nur noch durch die übrigen Sinne vorstellen. Seinen Weg, z.B. durch eine unbekannte Wohnung, kann er sich nur ertasten. Des Weiteren muss er einen mit Wasser gefüllten Schlauch hinter sich her ziehen. Die Feuerschutzkleidung, die übrigens auch im Hochsommer zu tragen ist und vor übermäßiger Wärmeeinwirkung schützen soll, ist so ausgelegt, dass man selbst bei Minustemperaturen und leichter Tätigkeit ins schwitzen kommen kann. Dazu kommt, dass gerade bei Zimmerbränden in Bodennähe Temperaturen bis 200º C durchaus realistisch sind.

 

Bekommt ein freiwilliger Feuerwehrmann für seine Arbeit Geld?

Geld bekommt ein Feuerwehrmann für Einsätze und Übungen keines, er ist ehrenamtlich tätig! Besser als Geld ist jedoch das gute Gefühl, Menschen geholfen zu haben. Sollten ihm jedoch Auslagen durch seine Tätigkeit entstehen (Verdienstausfall, beschädigte Privatgegenstände), werden diese natürlich erstattet.

 

Hat ein Feuerwehrmann Angst?

Sicherlich hat ein Feuerwehrmann auch Angst. Die Angst darf allerdings nicht soweit gehen, dass sich daraus eine Panik (Fehlverhalten) ergibt. Der Feuerwehrmann wird auf Extremsituationen geschult. Er muss wissen, was er im Gefahrenfalle zu tun hat. Da die Einsatzsituationen eines Feuerwehrmannes jedoch unendlich sind, kann eine umfassende Schulung auf alle Situationen nicht erfolgen. Deshalb muss der Feuerwehrangehörige immer die Grundregeln beherrschen, damit er auch im Extremfall sich und andere Retten kann.

 

Wie oft hat ein freiwilliger Feuerwehrmann Dienst?

Ein freiwilliger Feuerwehrmann hat 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag Dienst. Wenn er von einem Einsatz erfährt, ist er verpflichtet daran teilzunehmen. Die Feuerwehr Rottau trift sich einmal pro Monat zum Ausbildungsdienst sowie zu verschiedenen Sonderausbildungen. Zusätzlich kommen Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene dazu.

 

Warum dauert eine Personenrettung aus einem verunfallten PKW solange?

Crash-Rettungen, also das schnelle Herausholen einer verletzten Person ohne besondere Rücksicht auf den Verletzten kommen heute nur noch in Notfällen vor (z. B. brennendes Fahrzeug). Heute steht die verletztenorientierte Rettung im Vordergrund, um das Unfallopfer nicht noch mehr zu schädigen sondern den Verletzen noch am Unfallort zu stabilisieren. Hierbei bilden Feuerwehr und Rettungsdienst ein Team, welches unter der Leitung der Feuerwehr steht. Die immer stärker werdenden Fahrzeugkarosserien tragen ebenfalls zu einer Verlängerung der Befreiung bei.  

 

Warum schalten Feuerwehrfahrzeuge manchmal das Sondersignal wieder ab und fahren weiter?

Bis die ersten Kräfte vor Ort sind, geht die Feuerwehr immer vom schlimmsten Fall aus. Erst wenn die ersten Kräfte an der Einsatzstelle angekommen sind und die Lage fachgerecht beurteilt werden konnte, können nachfolgende Kräfte abbestellt oder die Dringlichkeit reduziert werden.

 

Wie werden die Feuerwehrmänner über einen Einsatz informiert?

Alle Feuerwehrleute sind mit Funkmeldeempfängern ausgestattet. Das sind kleine Geräte (Pager) die zentral von der Leitstelle alarmiert werden. Der Feuerwehrmann hört einen so genannten Weckton, gefolgt von einer Durchsage mit Alarmstichwort. Innerhalb der Ortschaft werden die Kräfte mittels Sirene alarmiert. Aber auch für Sie können die Sirenentöne wichtig sein. Sirenen werden jedoch auch zur Warnung der Bevölkerung vor Gefahren genutzt. Die Bevölkerung sollte dann wissen, dass sie Rundfunkgeräte einzuschalten hat und anschließend weitere Anweisungen bekommt. Seit 2014 werden die Einsatzkräfte zusätzlich auch per SMS alarmiert.

 

Muss ich als Anrufer den Feuerwehreinsatz bezahlen?

Wird die Feuerwehr in gutem Glauben alarmiert, es ist aber dann doch kein Einsatz nötig, trägt die entstandenen Kosten die Gemeinde. Bei absichtlichen Fehlalarmierungen ist der Einsatz zu bezahlen. Außerdem gilt: Menschenrettungen sind immer kostenfrei. Brandeinsätze sind kostenfrei, es sei denn der vorsätzliche Brandstifter wird ermittelt. Hilfeleistungen wie z.B. Keller auspumpen oder das Absägen sturmgeschädigter Bäume und Äste sind kostenpflichtig. Diese werden jedoch in der Regel, bei entsprechendem Versicherungsschutz, von den Versicherungen übernommen.

 

Darf ein Feuerwehrmann im Einsatz besondere Rechte wahrnehmen?

Ja! Nach dem HBKG (Hessisches Gesetz über den Brandschutz, die Allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz) hat er im Einsatz das Recht, die Grundrechte eines anderen Mitmenschen einzuschränken, wenn dies zur Abwehr einer Gefahr notwendig ist (z. B. Recht auf Eigentum, Unversehrtheit der Wohnung, Freiheit der Person, Freizügigkeit der Person sowie das Recht auf körperliche Unversehrtheit).

 

Warum gibt es so viele verschiedene Feuerwehrfahrzeuge?

Früher war die Feuerwehr überwiegend mit dem Löschen von Bränden beschäftigt. Doch im Laufe der Zeit haben sich das Aufgabenfeld und die Zuständigkeit der Feuerwehr stark erweitert. Es werden viele verschiedene Gerätschaften je nach Art des Einsatzes benötigt. Diese können unmöglich auf einem einzigen Fahrzeug verlastet werden, denn das Fahrzeug muss weiterhin schnell und wendig sein, um nahezu überall hinzukommen. Ein Überblick über die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr Rottau finden Sie hier.

 

Warum kommt es einem so lange vor, bis die Feuerwehr endlich an der Einsatzstelle eintrifft? Was passiert, wenn ich die Feuerwehr rufe?

Der abgesetzte Notruf wird in der Integrierten Leitstelle für den ganzen Landkreis in Traunstein angenommen. Da wir eine Freiwillige Feuerwehr sind, ist unser Feuerwehrhaus nicht ständig besetzt. Nach der Alarmierung durch die Integrierte Leitstelle kommt der Feuerwehrangehörige von Zuhause, aus dem Bett, von der Arbeit oder auch vom Einkaufen und muss sich erst so schnell es geht zum Feuerwehrhaus begeben. Da er aber kein Wegerecht hat, also dass z. B. andere Verkehrsteilnehmer ihm Vorfahrt gewähren müssen, muss er sich an die geltenden Vorschriften halten. Vom Feuerwehrhaus wird dann gemeinsam mit Feuerwehrfahrzeugen die Einsatzstelle angefahren. Trotz alle dem dauert es selten länger als 10 Minuten, bis das erste Fahrzeug an der Einsatzstelle eintrifft. Leider kommt es einem wesentlich länger vor, wenn man händeringend auf Hilfe wartet.

 

Haben Feuerwehrmänner auch medizinische Kenntnisse?

Jeder Feuerwehrmann muss an einen Erste-Hilfe-Lehrgang teilnehmen. Zu Einsätzen mit Verletzten kommen in der Regel Notärzte, Rettungswagen oder -hubschrauber mit entsprechendem Fachpersonal hinzu. Da die Rettungswachen in der Umgebung 24 Stunden besetzt sind, ist der Rettungsdienst meist vor der Feuerwehr vor Ort und versorgt die Verletzten. Die Erste-Hilfe-Ausstattung der Einsatzfahrzeuge ist selbstverständlich umfangreicher als der Standard-Verbandskasten im privaten PKW.

 

Was ist der Unterschied zwischen einer Freiwilligen Feuerwehr (FF) und einer Berufsfeuerwehr (BF)?

Die BF besteht aus hauptamtlichen Mitarbeitern, die im Schichtdienst eine Feuerwache ständig besetzen, auf Einsätze warten und allgemeine Aufgaben im Rahmen des Wachbetriebes ausüben (z.B. in Schlauchwäsche, Fahrzeugwartung oder in der Verwaltung). Das ist ihr Beruf, dafür werden sie bezahlt.
Die FF hat in der Regel nicht besetzte Feuerwehrhäuser und nach Eingang eines Notrufes werden über die Integrierte Leitstelle die zuständigen Feuerwehrleute alarmiert, besetzen dann die Fahrzeuge im Feuerwehrhaus und rücken nun zum Einsatz aus. Diese Feuerwehrleute bekommen dafür kein Geld.

 

Wie kann ich bei der Feuerwehr mitmachen?

Bei der Freiwilligen Feuerwehr Rottau kann sich jeder melden, der Interesse in die Arbeit der Feuerwehr hat. Für jugendliche Interessierte gibt es in die Jugendfeuerwehr. Für Interessierte über 17 Jahren besteht die Möglichkeit in der aktiven Feuerwehr ehrenamtlich aktiv zu werden. Außerdem besteht für Sie die Möglichkeit, uns über den Förderverein zu unterstützen.

Kontakt

Freiwillige Feuerwehr Rottau

Karl Huber

Hafenstein 3

83233 Bernau

Tel: 08051/970525

Mobil: 0171/6050415